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Sprachmittlerkurse am IFS

Merhaba - Привет - Hallo - Hello - Hola - Salut - cześć

So in etwa sieht es aus (oder hört es sich an), wenn ich in meinem Sprachmittlerkurs von den Teilnehmenden in ihrer Muttersprache begrüßt werde.

Seit Ende 2018 bietet das IFS nun schon für die Stadt Schweinfurt und die Diakonie Sprachmittlerkurse an, die Laien-Dolmetscher auf die Berufspraxis vorbereiten. Als Frau Rogers mich damals fragte, ob ich mir vorstellen könne, einen solchen Kurs zu leiten, war ich zwar sehr motiviert, aber gleichzeitig auch etwas aufgeregt und ängstlich ob der auf mich zukommenden Herausforderungen.

Heute, vier Jahre, viele Kurse und etliche Teilnehmer später, kann ich freudig sagen: "Ich liebe diesen Kurs!"

 

Vermutlich hätte mir nichts anderes im Leben die Möglichkeit gegeben, so viele Menschen aus so unterschiedlichen Kulturen kennenzulernen, mit ihnen auf Augenhöhe zu kommunizieren, von ihnen und mit ihnen zu lernen. Unsere Schule gibt den Teilnehmenden und mir damit die Möglichkeit, über den Tellerrand hinauszugucken und interkulturelle Kommunikation nicht nur als Kursinhalt zu verstehen, sondern auch zu leben.

In der Regel finden jährlich zwei Kurse statt, ein Grundkurs für Einsteiger und ein Fortgeschrittenenkurs. Wir behandeln umfassende Themengebiete, wie die Entstehung des modernen Dolmetschens, die Lösungsfindung in problematischen Dolmetscheinsätzen und beleuchten Fallbeispiele ganz interaktiv. Dabei verstehe ich mich nicht als Dozentin oder Lehrerin, sondern als Mitlernende, da unsere Kurse vom gegenseitigen Erfahrungsaustausch und der Interkulturalität leben.

 

Was ich aber vor allem aus meinen Kursen mitnehme ist die Erkenntnis, dass es sich immer lohnt, den Fuß einmal auf ungewohntes kulturelles Terrain zu setzen und einfach mal mit offenen Ohren und Augen hineinzuschnuppern. Ein unabdingbares Erlebnis, um ein verständnisvolles Miteinander zu leben.

 

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