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Homeschooling aus Sicht eines Lehrers

Am Freitag, dem letzten „normalen“ Unterrichtstag, erfuhren wir, dass der Präsenzunterricht unterbrochen wird und die Lehrer in irgendeiner Form weiter unterrichten sollten. Es musste also die drastischste Veränderung, die wir jemals in unserer beruflichen Laufbahn erlebt hatten, organisiert werden.

 

Während des Wochenendes gab es zig E-Mails und Anrufe zwischen Kollegen, um Ideen auszutauschen, Ressourcen anzubieten und Lösungen vorzuschlagen – quasi unsere erste virtuelle Lehrerkonferenz! Zum Glück ist die Digitalisierung bei uns am IFS schon seit Jahren im Rahmen der Schulentwicklung ein wichtiger Unterrichtsbestandteil, so dass wir Lehrer auf wichtige Erfahrungswerte zurückgreifen konnten.

Am Montag trafen wir uns dann zum vorerst letzten Mal „physisch“ in der Schule und organisierten den zukünftigen Online-Unterricht mit Hilfe der „virtuellen Ausrüstung“, die unsere Schulleiterin uns zur Verfügung gestellt hatte. Wir haben uns gleich in den Fachbereichen an die Arbeit gemacht und in Rekordzeit praktikable Lösungen erstellt. Wir wussten, dass wir unter solch schwierigen Umständen unser Bestes geben mussten, denn die Schüler sollten dadurch keinen Nachteil erleiden.

 

Seitdem bin ich zu Hause, stehe früh auf und arbeite von Montag bis Freitag. Ich entwerfe neues Arbeitsmaterial, sende es dann via MS Teams an meine Schüler und korrigiere schließlich die Aufgaben, die sie mir senden. Unsere Schüler sind verantwortungsvoll und fleißig. Sie machen ihre Arbeit gut und konzentriert. Zwar sind sie bei der Abgabe nicht immer pünktlich, aber das ist ganz normal.

 

Wir haben seit gut vierzehn Tagen keinen Präsenzunterricht mehr. Es funktioniert, aber ich vermisse die Schule, die Kollegen und die Schüler sehr. Ich hoffe, dass wir uns nach Ostern alle gesund wiedersehen können.

 

(Berta Romero)

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